Das Kennzeichen „KK“ – eine kleine Geschichte aus NRW

Das Kennzeichen KK löst bei vielen im Norden von Nordrhein-Westfalen nostalgische Erinnerungen aus. Es stand einst für den Kreis Kempen-Krefeld, eine Verwaltungseinheit, die es heute so nicht mehr gibt. Bis Anfang der 1970er Jahre war „KK“ auf Autos im Gebiet rund um Kempen, Grefrath, Niederkrüchten und Lobberich zu sehen.

Doch mit der großen kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen wurde der Kreis Kempen-Krefeld aufgelöst. Die meisten Gemeinden kamen zum neu gebildeten Kreis Viersen, der seither das Kfz-Kennzeichen V führt. Krefeld selbst wurde kreisfreie Stadt und nutzt seitdem K. So verschwand „KK“ nach und nach von den Straßen.

Interessanterweise tauchte das Kürzel im Januar 2015 erneut in den Schlagzeilen auf: Damals wurde bekannt, dass „KK“ offiziell als neues Unterscheidungszeichen vergeben wurde – allerdings nicht für eine Behörde aus der alten Region, sondern für ein Unternehmen aus Kassel. Die Veröffentlichung erfolgte im Bundesanzeiger, der offiziellen Plattform für solche Zulassungen.

Obwohl „KK“ heute keine historische Verbindung mehr zum niederrheinischen Raum hat, bleibt es für viele ein Symbol für die Zeit vor der Gebietsreform. Autofahrer aus der Region, die damals lebten, erinnern sich oft mit einem Lächeln an die alten „KK“-Schilder – ein kleiner Teil Heimatgeschichte, der auf vier Rädern fuhr.

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