Wer 2024 weniger Steuern zahlt – und warum

Ab 2024 zahlen viele Arbeitnehmer in Deutschland etwas weniger Steuern – zumindest auf dem Papier. Der Grund: Der Grundfreibetrag steigt von 10.908 Euro auf 11.604 Euro im Jahr. Das bedeutet: Wer weniger als diesen Betrag verdient, muss keine Einkommensteuer zahlen. Wer mehr verdient, profitiert trotzdem, denn nur das Einkommen oberhalb dieser Grenze wird besteuert.

Die Erhöhung fällt vor allem Geringverdienern und Teilzeitbeschäftigten zugute, die nahe an der alten Freigrenze lagen. Auch Pendler, die nur gelegentlich arbeiten, oder Menschen mit Nebenjob spüren die Änderung direkt auf dem Gehaltszettel. Wer in diesem Jahr beispielsweise 11.000 Euro verdient, bleibt komplett steuerfrei – 2023 wäre das noch knapp darüber gewesen.

Für Ehepaare und eingetragene Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Freibetrag: Sie zahlen erst ab einem gemeinsamen Einkommen von über 23.208 Euro Einkommensteuer. Das entlastet viele Familienhaushalte und stärkt die finanzielle Planungssicherheit. Die Anpassung ist Teil der laufenden Inflationsausgleichsmaßnahmen – denn mit steigenden Preisen muss auch der Freibetrag steigen, um die Kaufkraft nicht durch „Kalte Progression“ zu schmälern.

Die Sparkasse weist darauf hin, dass die konkrete Steuerersparnis zwar von individuellen Faktoren abhängt, aber die Erhöhung für die meisten Steuerzahler einen kleinen, spürbaren Gewinn bedeutet. Wer unsicher ist, kann sich über die kostenlose Beratung bei seiner Bank oder einem Steuerberater informieren.

Siehe auch

Ausführliche Artikel

Verwandte Themen