Wie alt wurde der Mensch in der Steinzeit?
Die Lebenserwartung in der Steinzeit war deutlich niedriger als heute. Laut historischen Schätzungen erreichten Männer im Durchschnitt nur 33 Jahre, Frauen sogar nur 30 Jahre. Doch diese Zahlen täuschen leicht: Sie spiegeln die durchschnittliche Lebenserwartung wider, die stark von der hohen Kindersterblichkeit beeinflusst wurde.
Ein Leben in Großfamilien, geprägt von Gemeinschaft und Härte
Die Menschen lebten in eng zusammenhängenden Großfamilien, in denen mindestens die Hälfte der Mitglieder Kinder waren. Diese junge Gesellschaft musste täglich ums Überleben kämpfen – mit einfachsten Werkzeugen, ungeschützt vor Kälte, Raubtieren und Krankheiten. Verletzungen heilten schlecht, Infektionen konnten tödlich enden, und selbst Zahnschmerzen waren oft ständige Begleiter, wie Funde von Zahnkaries in Überresten belegen.
Dennoch gab es auch ältere Menschen. Wer es bis ins Erwachsenenalter schaffte, konnte durchaus ein höheres Alter erreichen – einige überlebten bis in die 50 oder sogar 60. Diese Senioren spielten eine wichtige Rolle: Sie bewahrten Wissen, halfen bei der Kinderbetreuung und unterstützten die Gruppe mit ihrer Erfahrung.
Die niedrige Lebenserwartung war also weniger ein Zeichen dafür, dass alle jung starben, sondern zeigt, wie gefährlich die frühe Lebensphasen waren. Wer die Kindheit überlebte, hatte durchaus eine Chance, länger zu leben – auch wenn das damals schon über 40 oder 50 als hohes Alter galt.
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