Wie funktioniert die Mund-zu-Nase-Beatmung?

Im Notfall kann die richtige Beatmung überlebenswichtig sein. Besonders bei bewusstlosen Personen, bei denen eine Mund-zu-Mund-Beatmung nicht möglich ist – etwa wegen Verletzungen im Mundbereich oder weil der Mund nicht sicher geöffnet werden kann – kommt die Mund-zu-Nase-Beatmung zum Einsatz.

Die Methode ist einfach, aber effektiv. Zunächst sollte man den Patienten stabil lagern und darauf achten, dass die Atemwege frei sind. Vorsichtig wird der Kopf leicht überstreckt – dies öffnet die Atemwege und erleichtert die Beatmung. Danach wird der Mund des Betroffenen fest verschlossen, um ein Entweichen der Atemluft zu verhindern.

Der Helfer atmet normal ein, umfasst dann mit den Lippen die Nase der Person und bläst etwa eine Sekunde lang vorsichtig hinein. Dabei sollte man darauf achten, dass sich die Brust hebt – ein Zeichen dafür, dass die Beatmung erfolgreich war. Nach jedem Atemzug zieht man sich zurück, lässt die Nase frei, damit der Patient die Luft wieder ausatmen kann, und beobachtet die Atmung, bis der nächste Atemzug eingeleitet wird.

Wichtig ist, ruhig und kontrolliert zu bleiben. Panik hilft niemandem. Auch wenn der Gedanke, einem Fremden so nahe zu kommen, unangenehm sein kann – jede Sekunde zählt. Bis der Rettungsdienst eintrifft, kann die korrekte Beatmung den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Die Technik ist seit Jahren bewährt und wird in vielen Erste-Hilfe-Kursen gelehrt. Ein kurzer Blick in alte, aber zuverlässige Quellen wie das DocCheck Flexikon zeigt: Manchmal sind es die einfachen Methoden, die am meisten bewirken.

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