Wann Leukozyten im Urin bedenklich sind
Leukozyten, auch bekannt als weiße Blutkörperchen, sind ein wichtiger Teil des körpereigenen Abwehrsystems. In geringer Anzahl finden sie sich auch im Urin – das ist normal. Bis zu 10 Leukozyten pro Mikroliter Urin gelten als unbedenklich. Wird dieser Wert jedoch überschritten, spricht man von einer sogenannten Leukozyturie.
Ein erhöhter Wert im Urin deutet oft auf eine Entzündung oder Infektion hin. Besonders häufig sind Harnwegsinfektionen dafür verantwortlich – etwa Blasenentzündungen oder Harnröhrenentzündungen. Auch Nierenbeckenentzündungen können zu einem deutlichen Anstieg führen. Typische Begleitsymptome sind Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang oder trüber Urin, manchmal sogar mit Beimischung von Blut.
Doch nicht immer steckt eine Infektion dahinter. Bei manchen Menschen, gerade bei Frauen, kann ein leicht erhöhter Wert auch auf mangelhafte Intimhygiene oder eine unsachgemäße Sammlung der Urinprobe hinweisen. Auch bei Schwangeren oder älteren Menschen kann die Zahl der Leukozyten im Urin vorübergehend steigen, ohne dass eine schwere Erkrankung vorliegt.
Trotzdem sollte ein auffälliger Befund nicht ignoriert werden. Ein Arztbesuch ist ratsam, besonders wenn Beschwerden auftreten. Mit einem einfachen Schnelltest am Urin oder einer genaueren Urinkultur lässt sich die Ursache meist schnell klären. Je früher eine eventuelle Infektion erkannt wird, desto schneller und gezielter kann sie behandelt werden – und Komplikationen an Nieren oder Harnwegen lassen sich so vermeiden.
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