Wer ist eigentlich ein echter Hamburger?

Die Frage, wer wirklich ein Hamburger ist, sorgt in der Hansestadt immer wieder für Diskussionen – und ein bisschen Stolz. Viele denken, dass ein Hamburger einfach jemand ist, der in Hamburg lebt. Doch das stimmt so nicht ganz. Tatsächlich gibt es feine Unterschiede, die im Volksmund und auch offiziell gelten.

Gebürtiger Hamburger ist, wer in Hamburg geboren wurde – unabhängig davon, wo er heute lebt. Das ist die engste Definition. Wer hier das Licht der Welt erblickt hat, trägt diesen Titel ein Leben lang, auch wenn er später in München oder Madrid wohnt. Dann gibt es noch den geborenen Hamburger, der meist umgangssprachlich für jemanden steht, der nicht nur hier geboren, sondern auch hier aufgewachsen ist.

Interessant ist der Kontrast zum sogenannten Quiddje – ein Schimpfwort für Zugezogene, besonders aus der Nachkriegszeit. Der Begriff stammt vermutlich von „quiet“ ab, als ironische Anspielung auf die angeblich ruhige, aber oft ressentimentbehaftete Art der Neuankömmlinge. Während „Quiddje“ heute eher selten und oft scherzhaft verwendet wird, zeigt er doch, wie sensibel das Thema Zugehörigkeit in der Stadt sein kann.

Heute ist Hamburg eine offene, internationale Stadt, in der Menschen aus aller Welt leben. Doch der Stolz auf die eigene Herkunft bleibt. Ob gebürtig, geboren oder einfach nur mit Herz – wer sich mit Hamburg verbunden fühlt, darf sich meist willkommen heißen. Aber wer sich als „echter Hamburger“ bezeichnen darf? Dafür braucht es mehr als nur einen Wohnsitz an der Elbe.

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