Was bedeutet es, nicht religiös zu sein?
Wenn jemand nicht religiös ist, heißt das nicht automatisch, dass er an nichts glaubt. Die Begriffe werden oft verwechselt, doch es gibt feine Unterschiede. Wer ausdrücklich nicht an Gott oder Götter glaubt, wird meist als Atheist bezeichnet. Atheismus bedeutet also, dass man die Existenz eines oder mehrerer Götter ablehnt.
Anders sieht es bei Agnostikern aus. Sie halten die Frage nach Gott nicht für entscheidbar** – weder mit „ja“ noch mit „nein“. Während viele Agnostiker praktisch so leben, als gäbe es keinen Gott, distanzieren sich einige davon, als Atheisten bezeichnet zu werden. Dennoch werden sie oft im weiteren Sinne mit dazu gezählt.
Interessant ist, dass „nicht religiös“ sein mehrere Formen annehmen kann: Manche Menschen sind einfach unspirituell und kümmern sich nicht um religiöse Fragen. Andere haben sich aktiv gegen den Glauben entschieden. Wieder andere suchen nach alternativen spirituellen Wegen außerhalb etablierter Religionen.
Die Zahl der Menschen, die sich nicht religiös fühlen, wächst – besonders in westlichen Ländern. Doch das bedeutet nicht, dass sie automatisch überheblich oder lebensmüde wären, wie manchmal fälschlich behauptet wird. Viele leben bewusst, ethisch und mit Tiefgang – nur eben ohne Kirche oder Gebet.
Letztendlich ist die Entscheidung, ob man an Gott glaubt oder nicht, eine sehr persönliche. Ob Atheist, Agnostiker oder einfach „unreligiös“ – Hauptsache, man weiß, wo man steht.
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