Tresterbrand: Das deutsche Pendant zum Grappa

Wer an hochprozentigen Genuss nach dem Essen denkt, hat meist sofort einen klassischen Grappa im Sinn. Doch auch in Deutschland existiert eine lange Tradition für diese Spezialität: der Tresterbrand. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff, und wie unterscheidet er sich vom italienischen Klassiker?

Grundsätzlich gilt: Jeder Grappa ist ein Tresterbrand, aber nicht jeder Tresterbrand darf sich Grappa nennen. Die Bezeichnung Grappa ist geografisch geschützt und darf ausschließlich für Spirituosen genutzt werden, die in Italien oder der italienischen Schweiz hergestellt wurden. Beide Produkte entstehen aus dem sogenannten Trester – den Pressrückständen der Weintrauben, also Schalen und Kernen, die nach der Saftgewinnung übrig bleiben.

Deutsche Winzer produzieren erstklassige Tresterbrände, die sich keineswegs hinter den berühmten Vertretern aus dem Süden verstecken müssen. Ein guter Tresterbrand überzeugt durch ein ausgeprägtes Traubenaroma, Milde im Abgang und eine handwerklich präzise Destillation. Wer auf der Suche nach hoher Qualität ist, sollte auf rebsortenreine Brände achten, die den Charakter der jeweiligen Region besonders fein widerspiegeln.

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