Wie hoch ist der Puls bei Extrasystolen?

Extrasystolen sind vorzeitige Herzschläge, die außerhalb des normalen Rhythmus auftreten. Viele Menschen spüren sie als Herzstolpern, ein kurzes Flattern oder ein Gefühl, als würde das Herz „überspringen“. Doch anders, als manchmal angenommen, bedeutet das nicht automatisch, dass der Puls insgesamt stark ansteigt.

Tatsächlich ist der Puls bei Extrasystolen meist im Normalbereich – besonders wenn sie gelegentlich auftreten. Bei manchen Betroffenen kann sich jedoch ein unregelmäßiger oder unruhiger Herzschlag bemerkbar machen, besonders unter Stress, nach Koffeingenuss oder bei Müdigkeit. Die Extrasystolen selbst entstehen, wenn ein Herzreiz außerhalb des natürlichen Schrittmachers – meist aus dem rechten Vorhof – ausgelöst wird.

Anders als bei einer Vorhofflimmern-Erkrankung, bei der die Vorhöfe tatsächlich mit 240- bis 340 Schlägen pro Minute zittern, bleiben die Kammeraktionen bei einfachen Extrasystolen meist kontrolliert. Das Herz hat genug Zeit, sich zwischen den Extraschlägen wieder zu füllen. Daher bleibt der durchschnittliche Puls oft im Bereich von 60 bis 100 Schlägen pro Minute – es sei denn, weitere Rhythmusstörungen liegen vor.

Trotzdem: Wer häufig oder starkes Herzstolpern wahrnimmt, sollte es nicht ignorieren. Eine Abklärung durch einen Kardiologen mit EKG oder Langzeit-EKG kann Klarheit schaffen. Meist sind Extrasystolen harmlos, aber eine sichere Diagnose bringt Sicherheit – und gegebenenfalls eine gezielte Behandlung.

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