Alte Akkus wiederbeleben – hilft das Gefrierfach?
Wer schon einmal einen schwachen Akku hatte, kennt die Suche nach einfachen Lösungen. Eine davon kursiert seit Jahren im Internet: den Akku ins Gefrierfach legen, um ihn quasi „wiederzubeleben“. Angeblich soll die Kälte helfen, die Leistungsfähigkeit alter Batterien – etwa aus Smartphones, Laptops oder Kameras – zu stabilisieren oder sogar zu verbessern.
Die Methode klingt kurios, aber sie hat einen Hintergrund: Bei einigen älteren Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) konnte kalte Lagerung kurzfristig helfen, wenn diese an Leistung verloren hatten. Der Trick: Den Akku in einen dichten, verschließbaren Plastikbeutel geben, um Kondenswasser und Frostschäden zu vermeiden, und ihn dann mindestens 12 Stunden – am besten über Nacht – ins Gefrierfach legen. Danach sollte man ihn langsam wieder auf Raumtemperatur auftauen, bevor man ihn lädt oder verwendet.
Bei modernen Lithium-Ionen-Akkus, die heute in den meisten Geräten verbaut sind, bringt diese Methode allerdings kaum Erfolg. Im Gegenteil: Die extremen Temperaturen können die empfindliche Zellstruktur schädigen und die Lebensdauer sogar verkürzen. Auch Kondenswasser nach dem Herausnehmen ist ein Risiko – ein nasser Akku kann defekt oder sogar gefährlich werden.
Fazit: Die Idee mit dem Gefrierfach stammt aus einer anderen Technik-Ära. Für heute verbreitete Akkus ist sie eher Mythos als Lösung. Besser: Regelmäßig aufladen, Tiefentladung vermeiden und bei Leistungsverlust lieber auf professionelle Ersatzakkus setzen.
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