Wie macht sich ein Lungenhochdruck bemerkbar?

Ein Lungenhochdruck, in der Fachmedizin als pulmonale Hypertonie bezeichnet, bleibt im Anfangsstadium oft lange unbemerkt. Da sich die Gefäße in der Lunge nur schleichend verengen, passt sich der Körper zunächst an. Die ersten Anzeichen sind meist unspezifisch und zeigen sich vor allem bei körperlicher Anstrengung. Typisch ist eine zunehmende Atemnot, die anfangs nur beim Treppensteigen oder Tragen schwerer Lasten auftritt, später jedoch schon bei kleinen alltäglichen Bewegungen oder sogar in Ruhephasen spürbar wird.

Häufig klagen Betroffene in den Morgenstunden über Husten mit Auswurf sowie eine allgemeine, schnelle Erschöpfung und Leistungsschwäche. Da das Blut aufgrund des hohen Drucks nicht mehr genügend Sauerstoff in der Lunge aufnehmen kann, kommt es im weiteren Verlauf zu sichtbaren Veränderungen. Ein typisches Zeichen für diesen chronischen Sauerstoffmangel ist eine bläuliche Verfärbung der Lippen, der Fingernägel und der Schleimhäute. Zudem muss die rechte Herzhälfte permanent gegen den erhöhten Widerstand ankämpfen, was langfristig zu einer Überlastung des Herzmuskels führt.

In schweren Fällen oder bei bestimmten Grunderkrankungen wie einer chronischen Lungenüberblähung kann sich zudem der Brustkorb dauerhaft verformen. Es entwickelt sich ein sogenannter Fassthorax, bei dem der Brustkorb fassförmig gebläht wirkt. Da die Symptome leicht mit anderen Herz- oder Lungenerkrankungen verwechselt werden können, bleibt die Erkrankung oft jahrelang unerkannt. Wer unter anhaltender, ungeklärter Luftnot und extremer Müdigkeit leidet, sollte daher dringend eine kardiologische oder pneumologische Untersuchung durchführen lassen.

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