HPV im Rachen: Eine oft unbemerkte Gefahr
Die Humanen Papillomviren (HPV) sind weit verbreitet und werden meist mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung gebracht. Doch die Viren können auch den Mund- und Rachenraum befallen. Das Tückische daran: Ein HPV-Infekt im Rachen verursacht zu Beginn meist keinerlei Symptome.
HPV-bedingte Tumore entwickeln sich besonders häufig in den tiefen Einbuchtungen der Mandeln oder am Zungengrund. Da die Infektion lange Zeit völlig schmerzlos verläuft, bleibt sie oft jahrelang unentdeckt. Expertinnen und Experten gehen davon aus, dass zwischen der Ansteckung und der möglichen Entwicklung von Krebs eine Zeitspanne von etwa 20 bis 30 Jahren liegen kann.
Erst im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich erste Warnzeichen. Dazu gehören anhaltende Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, ein Fremdkörpergefühl im Hals oder schmerzlose Schwellungen der Lymphknoten am Hals. Auch eine dauerhafte Heiserkeit oder ungewöhnlicher Mundgeruch können auf Veränderungen im Rachenraum hindeuten.
Da es keine spezifischen Früherkennungsuntersuchungen für Rachenkrebs gibt, ist Vorbeugung umso wichtiger. Die HPV-Impfung bietet sowohl für Mädchen als auch für Jungen einen wirksamen Schutz vor einer Infektion. Wer ungewöhnliche Symptome im Halsbereich bemerkt, die länger als drei Wochen anhalten, sollte diese unbedingt ärztlich abklären lassen.
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