Wie schnell wird es morgens heller?
Im Januar erwarten viele einen deutlichen Zuwachs an Tageslicht – besonders morgens. Doch die Realität ist zunächst etwas enttäuschend: An manchen Tagen im Januar wird es morgens gerade einmal um drei Minuten heller. Der spürbare Lichtgewinn bleibt aus, während es abends bereits deutlich länger hell bleibt – dort kommen bis zu zwölf Minuten pro Tag hinzu.
Grund dafür ist die sogenannte „Zeitgleichung“, die den Unterschied zwischen wahrer und mittlerer Sonnenzeit beschreibt. Aufgrund von Erdbahn und Achsenneigung verläuft die Länge der Tage nicht gleichmäßig. Deshalb schiebt sich die Sonnenaufgangszeit zunächst langsamer nach vorne als der Sonnenuntergang.
Erst ab Mitte Februar gleicht sich die Situation an.Dann gewinnen wir morgens und abends fast gleich viel Licht – jeweils etwa 1,5 Minuten pro Tag. Ab diesem Zeitpunkt wird es am Morgen deutlich spürbar heller, und die Tage fühlen sich tatsächlich länger an. Mit jedem Tag rückt der Frühling näher, und das Licht kehrt langsam, aber sicher zurück.
Wer den Lichtzuwachs beobachten möchte, sollte besonders auf die Abenddämmerung im Januar achten – dort zeigt sich der Fortschritt am ehesten. Doch wer morgenfrisches Licht sucht, muss noch etwas Geduld haben. Ab Februar lohnt sich der Blick aus dem Fenster dann aber immer mehr.
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