Wie viel Asche bleibt nach einer Einäscherung?

Wenn ein Mensch eingeäschert wird, bleibt am Ende nicht das, was viele vielleicht erwarten. Die sogenannte Knochenasche – also das, was nach der Kremation übrigbleibt – wiegt in der Regel zwischen 1,5 und 2 Kilogramm und hat ein Volumen von etwa 2 bis 3 Litern. Dabei handelt es sich um die rückständige Kalksubstanz der Knochen, die dem hohen Temperaturbereich im Ofen (meist über 1000 Grad Celsius) widerstehen.

Die genaue Menge hängt von verschiedenen Faktoren ab: vor allem von der Knochenstruktur, der Körpergröße und dem Alter der verstorbenen Person. Größere oder schwerere Menschen hinterlassen oft etwas mehr Asche – doch der Unterschied bleibt meist im üblichen Rahmen. Interessant ist auch: Frauen und Männer unterscheiden sich hier kaum, da die Knochendichte eine stärkere Rolle spielt als das Geschlecht.

Was viele nicht wissen: der eigentliche Verbrennungsprozess dauert etwa 90 Minuten. Danach wird das verbliebene Material maschinell zu feiner Asche gemahlen, damit es in eine Urne passt. Diese wird dann oft in einem schlichten Behälter aufbewahrt – als Erinnerung oder für eine Beisetzung.

Ob in der Natur verstreut, in einem Grab beigesetzt oder zu Hause aufbewahrt – die Menge der Asche ist überschaubar. Doch das Gewicht der Erinnerung, die sie repräsentiert, ist unermesslich.

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