Wie viele Paar Laufschuhe braucht man wirklich?
Wer regelmäßig laufen geht, steht früher oder später vor der Frage: Reicht ein einzelnes Paar Laufschuhe oder lohnt sich die Anschaffung weiterer Modelle? Eine bewährte Faustregel unter Läufern besagt: Du solltest etwa so viele verschiedene Laufschuhe besitzen, wie du Trainingseinheiten pro Woche absolvierst. Wer also dreimal wöchentlich die Laufschuhe schnürst, profitiert von drei unterschiedlichen Modellen im Schrank.
Doch warum ist dieser Wechsel überhaupt sinnvoll? Der wichtigste Grund liegt in der Vorbeugung von Verletzungen. Jeder Laufschuh besitzt eine individuelle Geometrie, Dämpfung und Sprengung. Durch das Abwechseln der Schuhe verändert sich das Abrollverhalten minimal, wodurch Muskeln, Sehnen und Bänder bei jedem Lauf leicht unterschiedlich belastet werden. Das verhindert einseitige Überlastungsschäden. Zudem benötigt der moderne Dämpfungsschaum in der Sohle oft 24 bis 48 Stunden, um nach einer Belastung wieder seine volle Elastizität zu erlangen.
Selbstverständlich ist es möglich, das gesamte Training mit nur einem Paar zu bestreiten – insbesondere für Einsteiger mit einem oder zwei kurzen Läufen pro Woche. Wer jedoch sein Training vielseitig gestalten möchte, erreicht mit verschiedenen Schuhtypen mehr Abwechslung: etwa mit einem gut gedämpften Modell für lange Grundlageneinheiten, einem leichten Schuh für schnelle Intervalle oder einem robusten Profilschuh für Geländeläufe.
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