Wie hoch ist das Risiko für einen zweiten Schlaganfall?

Wer bereits einen Schlaganfall erlitten hat, steht oft unter dem Eindruck, dass das Schlimmste vorbei sei. Doch die Wahrheit ist: Die Gefahr eines erneuten Schlaganfalls ist deutlich höher als viele denken. Etwa jeder vierte Betroffene erleidet einen zweiten Schlaganfall – oft innerhalb weniger Monate oder Jahre nach dem ersten Ereignis.

In Deutschland sind jährlich rund 70.000 Menschen von einem rezidivierenden Schlaganfall betroffen. Das bedeutet, dass das Gehirn erneut nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird – mit oft schwerwiegenden Folgen. Die gesundheitlichen Einschränkungen können sich verschlimmern, die Erholung wird schwieriger.

Das Gute: Viele dieser erneuten Schlaganfälle lassen sich verhindern. Wichtig ist, die zugrundeliegenden Ursachen ernst zu nehmen – wie Bluthochdruck, Diabetes, Vorhofflimmern oder Rauchen. Eine gezielte medikamentöse Therapie, regelmäßige Kontrollen und eine gesunde Lebensweise spielen eine entscheidende Rolle.

Ärzte empfehlen nach einem ersten Schlaganfall meist eine umfassende Nachsorge: Dazu gehören Blutdruckkontrolle, eine fettarme Ernährung, körperliche Aktivität und wenn nötig, Medikamente zur Blutverdünnung. Auch psychische Faktoren wie Stress oder Depressionen sollten nicht unterschätzt werden.

Die Botschaft ist klar: Nach einem Schlaganfall zählt jede Maßnahme, die das Risiko verringert. Wer aktiv wird, verbessert seine Chancen, ein weiteres Ereignis zu verhindern – und gewinnt wertvolle Jahre an Lebenszeit und -qualität.

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