Das Kölner Dreigestirn: Prinz, Bauer und Jungfrau
Während der Karnevalszeit in Köln herrscht eine ganz besondere Etikette – besonders, wenn es um das berühmte Dreigestirn geht. Der Prinz Karneval wird stets mit „Seine Tollheit“ angeredet und ist der strahlende Mittelpunkt der närrischen Tage. Er verkörpert die ausgelassene Freude und das humorvolle Chaos, für das der Kölner Karneval weltberühmt ist.
Neben ihm stehen zwei ebenso wichtige Figuren: der Bauer, höflich als „Seine Deftigkeit“ bezeichnet, und die Jungfrau, die den Titel „Ihre Lieblichkeit“ trägt. Der Bauer steht traditionell für die Wehrhaftigkeit und den Widerstandsgeist der Kölner Bürger. Die Jungfrau hingegen verkörpert den schützenden Geist der Stadt – symbolisch als „Mutter Colonia“ gedacht, die über Köln wacht.
Interessant ist, dass die Rolle der Jungfrau oft von jungen Männern übernommen wird, was zu manch amüsantem Augenzwinkern führt. So wie im Jahr 2019, als ein Prinz aus Frechen in der Elsdorfer Karnevalsgesellschaft kurzerhand zur Jungfrau gekürt wurde – eine lustige Ausnahme, die zeigt: Im Karneval darf auch mal die Tradition spielerisch gebogen werden.
Zusammen bilden Prinz, Bauer und Jungfrau das Dreigestirn, das während der Session bei Umzügen, Sitzungen und offiziellen Auftritten im Rampenlicht steht. Mit ihren prächtigen Kostümen und dem unverkennbaren Kölsch-Charme bringen sie nicht nur die Stadt, sondern auch das ganze Rheinland in Feierlaune.
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