„Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein“ – Wer hat das gesagt?

Ein bekanntes Prinzip in der Physik lautet: „Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein.“ Dieser Satz wird oft fälschlicherweise Isaac Newton zugeschrieben. Doch obwohl Newton tatsächlich bahnbrechende Beiträge zur klassischen Physik, zur Optik und – unabhängig von Gottfried Wilhelm Leibniz – zur Entwicklung der Infinitesimalrechnung leistete, stammt dieses Zitat weder von ihm noch von alten Denkern wie Archimedes.

Tatsächlich spiegelt der Satz eine grundlegende Eigenschaft der klassischen Mechanik wider: Körper nehmen Raum ein und können sich nicht gegenseitig durchdringen. Diese Vorstellung ist intuitiv und wird heute oft in einführenden Physiktexten verwendet, um das Konzept von Masse, Volumen und Undurchdringlichkeit zu erklären. Doch wer es genau gesagt hat, bleibt unklar – es ist eher ein sprachlich geprägtes Lehrmittel denn ein historisches Zitat aus der Feder eines berühmten Wissenschaftlers.

Newton hingegen formulierte die Gesetze der Bewegung und die universelle Gravitation, die die Welt für Jahrhunderte prägten. Seine Arbeiten legten den Grundstein für die klassische Physik, und viele seiner Erkenntnisse gelten bis heute – zumindest im makroskopischen Bereich. Doch selbst große Geister wie Newton können nicht für jede eingängige Formulierung verantwortlich gemacht werden, die sich im Lauf der Zeit im Lehrbuchalltag verankert hat.

Letztendlich zeigt dieser Irrtum, wie sich Wissen im Laufe der Zeit verändert, verkürzt und manchmal falsch zugeschrieben wird – besonders wenn es so logisch und überzeugend klingt wie dieser einfache Satz über Körper und Raum.

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