Wann setzt man Kommas bei Relativsätzen?
Relativsätze bereiten vielen Lernenden Schwierigkeiten – besonders bei der Kommasetzung. Doch die Regel ist eigentlich ganz einfach: Ein Relativsatz wird immer mit einem Komma vom Hauptsatz abgetrennt. Das gilt unabhängig davon, ob der Relativsatz am Ende des Satzes steht oder mitten darin eingeschoben ist.
Der Relativsatz beginnt meist mit einem Relativpronomen wie „der“, „die“, „das“ oder deren gebeugten Formen (z. B. „dessen“, „welcher“, „welche“). Schauen wir uns zwei Beispiele an: „Das Glas ist schmutzig, das dort steht.“ Hier folgt der Relativsatz am Ende – ein Komma davor trennt ihn vom Hauptsatz. Andersherum, wenn der Relativsatz eingeschoben ist: „Das Glas, das dort steht, ist schmutzig.“ In diesem Fall steht der Relativsatz zwischen zwei Kommas.
Die Kommasetzung hängt also nicht vom Inhalt, sondern von der Satzstruktur ab. Wichtig ist: Auch wenn der Relativsatz eng mit dem Bezugswort verbunden ist, wird immer getrennt – das Komma gehört immer dazu. Nur so wird der Satz klar und verständlich.
Ein häufiger Fehler ist, das Komma wegzulassen, besonders wenn der Satz flüssig klingt. Doch wer die Regel kennt, vermeidet solche Fehler. Mit etwas Übung wird die richtige Kommasetzung bald zur Gewohnheit – und schreibt sich fast von allein.
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