Die EMDR-Therapie (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) hat sich als eine der wirksamsten Methoden zur Verarbeitung von Traumata und belastenden Lebenserfahrungen etabliert.
Die unmittelbaren Reaktionen direkt nach der Sitzung
Direkt im Anschluss an eine EMDR-Anwendung erleben Betroffene selten einen einheitlichen Zustand. Vielmehr öffnet sich ein breites Spektrum an körperlichen und emotionalen Empfindungen:
Erleichterung und innere Befreiung: Viele Klienten schildern das Gefühl, als sei eine tonnenschwere Last von ihren Schultern abgefallen. Der Blick auf das einst so bedrohliche Ereignis verändert sich.
Körperliche Erschöpfung:
Da das Gehirn durante der Sitzung Höchstleistungen vollbringt und alte Stressmuster löst, fühlen sich viele Menschen müde, schläfrig oder angenehm matt. Emotionale Bewegtheit:
Manchmal fließen noch Tränen der Rührung oder Wehmut, während andere eine tiefe, unerwartete Ruhe und Zentriertheit verspüren. Körperliche Nachwirkungen:
Ein leichtes Kribbeln, ein Gefühl der Wärme oder das Nachlassen von chronischen Muskelverspannungen im Nacken- und Brustbereich sind ebenfalls häufige Begleiter.
Warum der Verarbeitungsprozess weiterwirkt
Das Besondere an EMDR ist, dass die Arbeit im Gehirn nicht mit dem Verlassen der Praxis endet. Ähnlich wie bei einem natürlichen REM-Schlafprozess arbeitet das neuronale Netzwerk im Hintergrund weiter. Das bedeutet, dass sich das emotionale Erleben in den Stunden und Tagen nach der Sitzung noch intensivieren oder wandeln kann.
Möchtest du wissen, welche emotionalen Wellen oder körperlichen Symptome in den Tagen nach einer EMDR-Sitzung typischerweise auftreten können und wie du dich am besten dabei unterstützt?
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