Warum fangen die Bayern immer als letzte mit den Sommerferien an?
Wenn in vielen Teilen Deutschlands schon seit Tagen die Schulranzen gepackt sind und die ersten Familien in den Urlaub starten, sitzen Schüler:innen aus Bayern und Baden-Württemberg noch bis Ende Juli im Klassenzimmer. Ja, sie haben traditionell die letzten Sommerferien – ein kleiner Unterschied, der jedes Jahr für Diskussionen sorgt.
Der Grund liegt in einem historischen Kompromiss: Schon 1964 wurde im sogenannten Hamburger Abkommen festgelegt, wie die Ferienzeiten in Deutschland geregelt werden. Ziel war es, einen einheitlichen Rahmen zu schaffen, um den Unterricht gleichwertig zu halten – und trotzdem den Bundesländern Spielraum zu lassen. Doch eines blieb fest: Bayern und Baden-Württemberg verzichteten darauf, jedes Jahr die Ferienzeiten zu rotieren, und blieben an ihrem späten Zeitpunkt.
Während sich andere Bundesländer abwechselnd an die Spitze oder ins Mittelfeld der Ferienphase setzen, beginnen die bayerischen Kinder und Jugendlichen meist erst nach dem 20. Juli mit der langen Pause. Für manche ein Nachteil, weil dann schon alles ausgebucht ist – für andere ein Vorteil, weil der Sommer quasi bis in den August hinein genossen werden kann.
Und so wird aus einer kleinen Regel aus der Vergangenheit ein jährlicher Rhythmus, der bis heute Bestand hat. Ferienende in Bayern bedeutet für viele: Sonne, Ferien, aber eben später als im Rest des Landes.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.