Darf man Bambus im Schrebergarten pflanzen?
In vielen Schrebergärten sehnen sich die Bewohner nach etwas Privatsphäre und begrünen ihre Parzellen daher mit dichten Pflanzen. Doch nicht jede Pflanze ist erlaubt – besonders vorsichtig sollte man bei Bambus sein. Obwohl er optisch ansprechend ist und schnell eine grüne Wand bildet, ist seine Wuchskraft oftmals unterschätzt.
Bambus ist in vielen Kleingartenanlagen aus gutem Grund verboten. Die Pflanze wächst nicht nur schnell, sondern breitet sich über unterirdische Ausläufer stark aus. Ohne feste Barrieren kann sie benachbarte Parzellen überwuchern und dort Schäden verursachen. Deshalb verbieten viele Kleingartenvereine, wie beispielsweise der Verein „August Bebel“ e.V., den Anbau von Bambus explizit in ihren Satzungen.
Auch andere invasiv wachsende Pflanzen wie Chinaschilf, die Gewöhnliche Waldrebe oder Schlingknöterich sind oft auf der schwarzen Liste. Sie verdrängen einheimische Arten, sind schwer zu kontrollieren und können die harmonische Nutzung des Gartens stören.
Bevor man also neue Pflanzen in den Garten setzt, lohnt sich ein Blick in die jeweiligen Regelungen des Kleingartenvereins. Wer sich daran hält, schafft nicht nur reibungslose Nachbarschaftsbeziehungen, sondern trägt auch zur ökologischen Balance im Gartenverbund bei.
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