Die Rolle von „haben“ im Plusquamperfekt
Ja, das Verb haben spielt im Plusquamperfekt eine zentrale Rolle – allerdings nicht als eigenes Beispiel, sondern als Hilfsverb. Im Deutschen bilden viele Verben ihre Vergangenheitsformen mit Hilfe von „haben“ oder „sein“. Das gilt auch für das Plusquamperfekt, eine Zeitform, die eine noch frühere Handlung beschreibt – etwas, das „schon vor der Vergangenheit“ geschehen ist.
So wie im Perfekt, benutzen wir im Plusquamperfekt entweder „haben“ oder „sein“ als Hilfsverb – je nach Hauptverb. Die meisten Verben bilden diese Zeit mit „hatte“ (von „haben“) oder „war“ (von „sein“) im Konjunktiv der Vergangenheit, also in der Vergangenheitsform des Hilfsverbs. Dazu kommt das Partizip Perfekt des Hauptverbs.
Ein Beispiel: „Ich hatte das Buch schon gelesen, bevor er kam.“ Hier ist „hatte“ die Vergangenheitsform von „haben“, und „gelesen“ das Partizip von „lesen“. Das zeigt: „haben“ selbst wird konjugiert, um die Vergangenheit eines anderen Verbs noch weiter in die Vergangenheit zu verlegen.
Interessant ist, dass auch das Verb „haben“ selbst ein Plusquamperfekt bilden kann: „Ich hatte gehabt“ – etwa in einem Satz wie „Ich hatte Angst, dass er das Geld schon ausgegeben hatte, das ich ihm erst gestern hatte gegeben“. Auch hier dient „haben“ als Hilfsverb.
Obwohl das Plusquamperfekt im Alltag seltener vorkommt, ist es vor allem in der schriftlichen Erzählung wichtig – um zeitliche Abfolgen klar darzustellen. Und jedes Mal, wenn wir es benutzen, arbeitet „haben“ im Hintergrund mit.
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