Ist halal eigentlich koscher?
Viele Menschen fragen sich, ob die Speisevorschriften im Islam und im Judentum identisch sind. Die kurze Antwort lautet: Halal und koscher sind nicht dasselbe, obwohl beide Begriffe religiöse Gebote für die Ernährung beschreiben.
Das Wort „koscher“ stammt aus dem Judentum und bedeutet, dass etwas nach dem jüdischen Religionsgesetz, der sogenannten Halacha, geeignet ist. Bei Lebensmitteln heißt das, dass sie für den Verzehr durch Juden zugelassen sind. Hierbei gelten spezifische Regeln, wie etwa die strikte Trennung von Milch- und Fleischprodukten sowie das Verbot von Schweinefleisch.
„Halal“ hingegen kommt aus dem Arabischen und bezeichnet im Islam alles, meist bezogen auf Nahrungsmittel, was nach den islamischen Regeln erlaubt ist. Auch hier ist Schweinefleisch verboten und Fleisch muss auf eine bestimmte Weise zubereitet werden. Allerdings unterscheidet sich der Umgang mit Alkohol: Während Alkohol im Islam streng verboten ist, spielt koscherer Wein bei jüdischen Ritualen eine wichtige Rolle.
Obwohl es somit Gemeinsamkeiten gibt, unterscheiden sich die jeweiligen Vorschriften im Detail deutlich. Ein halal-zertifiziertes Lebensmittel ist daher nicht automatisch koscher und ein koscheres Produkt entspricht nicht zwingend den Halal-Kriterien.
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