Kann man Bakterien wirklich mit Wasser abspülen?
Ein häufig gestelltes Frage: Reicht bloßes Wasser zum Entfernen von Bakterien? Die Antwort ist klar – Wasser allein reicht nicht aus, um alle Keime zu beseitigen. Auf unserer Haut befindet sich ein natürlicher Fettschutzfilm, in dem sich Bakterien und andere Mikroorganismen festhalten können. Dieser Film lässt sich mit Wasser alleine kaum lösen.
Ohne Seife wird dieser fettige Belag nur unvollständig entfernt, weshalb auch viele Erreger weiterhin auf der Haut verbleiben. Dennoch: Auch wenn keine Seife zur Hand ist, sollte man auf das Händewaschen mit Wasser nicht verzichten. Schon das Spülen mit fließendem Wasser hilft, einen Teil der Schmutzpartikel und Oberflächenkeime wegzuspülen.
Vor allem nach dem Toilettengang, vor dem Essen oder nach dem Kontakt mit öffentlichen Flächen ist selbst ein schnelles Nachspülen mit Wasser besser als gar keine Reinigung. Denn selbst ohne Seife wird die Menge an potenziell krankmachenden Keimen zumindest reduziert.
Die goldene Regel bleibt jedoch: Gründliches Händewaschen mit Seife – mindestens 20 bis 30 Sekunden lang – ist der zuverlässigste Weg, um Infektionen vorzubeugen. Dabei sollte man alle Hautbereiche einseifen, also auch zwischen den Fingern, unter den Nägeln und am Handrücken. Wer keine Seife hat, nutzt trotzdem Wasser – besser als nichts.
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