Kann man lösemittelhaltigen Lack auf Acryllack streichen?

Ja, man kann in der Regel lösemittelhaltigen Kunstharzlack auf einem getrockneten Acryllack auftragen – vorausgesetzt, der Untergrund ist sauber, trocken und ausreichend abgebunden. Acryllacke sind wasserbasiert und bilden eine feste, flexible Schicht, die gut als Grundlage für weitere Anstriche dient.

Wichtig ist, dass der Acryllack vollständig ausgehärtet ist, bevor der lösemittelhaltige Lack darüber geht. Bei frischem Acryllack könnte das Lösungsmittel die darunterliegende Schicht wieder aufweichen und zu Haftungsproblemen oder Rissbildung führen. Meist dauert die vollständige Aushärtung ein bis zwei Tage, aber für Sicherheit sorgt eine Wartezeit von mindestens 48 Stunden.

Tipp: Vor dem Streichen die Oberfläche leicht anschleifen und gründlich entstauben. Das verbessert die Haftung deutlich. Auch eine kleine Testfläche an einer unauffälligen Stelle zu prüfen, lohnt sich – vor allem bei empfindlichen Untergründen oder speziellen Produkten.

Grundsätzlich vertragen sich moderne Acryl- und Kunstharzlacke gut, wenn die Arbeitsschritte stimmen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte die Herstellerangaben auf den Gebinden prüfen. Viele Firmen wie Alpina geben direkt an, ob eine Überstreichung mit lösemittelhaltigen Produkten möglich ist.

Werden alle Vorbereitungen korrekt durchgeführt, entsteht ein dauerhaft haltbarer und gleichmäßiger Anstrich – auch bei Kombination aus wasserbasiertem und lösemittelhaltigem Lack.

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