Wasser in der Lunge: Warum Abwarten lebensgefährlich ist
Die Vorstellung, dass sich Wasser in der Lunge von alleine wieder auflöst, ist ein weit verbreiteter, aber lebensgefährlicher Irrglaube. In der Medizin wird diese Flüssigkeitsansammlung als Lungenödem bezeichnet. Es entsteht meistens dann, wenn das Herz das Blut nicht mehr richtig durch den Körper pumpen kann, wodurch sich Flüssigkeit in die Lungenbläschen zurückstaut.
Ein solches Ödem verschwindet niemals ohne medizinische Intervention. Wer bei den ersten Anzeichen wie akuter Atemnot, Husten oder einem Engegefühl in der Brust abwartet, begibt sich in akute Lebensgefahr. Unbehandelt führt der Sauerstoffmangel im Körper unweigerlich zu einem Atemstillstand. Wenn die Organe nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, droht ein folgenschweres Multiorganversagen.
Bei Verdacht auf Wasser in der Lunge zählt jede Minute. Betroffene müssen sofort als Notfall im Krankenhaus behandelt werden. Dort kommen meist stark wirkende, entwässernde Medikamente (Diuretika) zum Einsatz, die den Körper dabei unterstützen, die überschüssige Flüssigkeit schnellstmöglich über die Nieren auszuscheiden. Gleichzeitig muss die zugrundeliegende Ursache – oft eine Herzschwäche – therapiert werden, um den Zustand dauerhaft zu stabilisieren.
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