Warum brennen Tränen nicht im Auge?
Tränen schmecken leicht salzig – und das aus gutem Grund. Ihre Salzkonzentration liegt bei knapp unter einem Prozent, also etwa genauso hoch wie im Blut. Diese Zusammensetzung macht Tränen zu einer sogenannten isotonischen Lösung, die perfekt auf unsere Augen abgestimmt ist.
Warum das wichtig ist? Weil unsere Augen empfindlich sind und auf Reizstoffe schnell reagieren. Hätten Tränen viel mehr Salz – wie etwa Meerwasser –, würden sie brennen und jucken. Doch weil sie genau die richtige Salzmenge enthalten, fühlen sie sich auf der Hornhaut angenehm an und schützen gleichzeitig vor Austrocknung.
Wenn du in den Ozean schaust oder im Meer schwimmst, kennst du das Gefühl: Salzwasser im Auge brennt unangenehm. Grund dafür ist die deutlich höhere Salzkonzentration – oft doppelt so hoch wie bei Tränen. Die Augen reagieren mit Rötung und Tränenfluss, weil sie versuchen, das überschüssige Salz wegzuwaschen.
Unsere Tränen dagegen sind ein fein abgestimmtes Natursystem. Sie reinigen, befeuchten und schützen die Augenoberfläche – ohne zu reizen. Selbst beim Weinen sorgen sie dafür, dass die Haut um die Augen nicht austrocknet. Und das Salz? Es ist kein Zufall, sondern notwendig für die Stabilität der Tränenflüssigkeit.
Also ja: Tränen sind salzig. Aber genau so salzig, wie es unsere Augen brauchen.
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