Sollte man mit 80 noch zum Frauenarzt gehen?
Ja, selbst im fortgeschrittenen Alter lohnt sich ein jährlicher Besuch beim Gynäkologen. Viele Frauen denken, dass nach der Menopause und im hohen Alter Themen wie Gebärmutterhalskrebs oder Brustkrebs keine Rolle mehr spielen. Doch die medizinische Empfehlung ist eindeutig: Auch mit 80 Jahren kann eine regelmäßige Vorsorge lebenswichtig sein.
Christian Albring, ehemaliger Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte, betont: „Auch im Alter einmal im Jahr zum Frauenarzt gehen.“ Bei der jährlichen Untersuchung können Ärztinnen und Ärzte Veränderungen im Bereich der Geschlechtsorgane oder der Brust frühzeitig erkennen. Oft lassen sich so Vorstufen von Krebserkrankungen feststellen, lange bevor sich ein bösartiger Tumor entwickelt. Und je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Viele Patientinnen schätzen zudem die Gespräche mit ihrem Frauenarzt nicht nur als medizinische, sondern auch als vertrauensvolle Gespräche zu gesundheitlichen Fragen, die speziell Frauen im Alter betreffen – etwa Harninkontinenz, Hautveränderungen oder hormonelle Beschwerden. Eine Untersuchung ist daher nicht nur Vorsorge, sondern auch eine Möglichkeit, Lebensqualität zu bewahren.
Wer unsicher ist, ob ein Besuch sinnvoll ist, sollte mit seiner Ärztin oder seinem Arzt sprechen. Doch grundsätzlich gilt: Gesundheit kennt kein Ablaufdatum. Und Prävention ist auch im hohen Alter keine Routine – sie ist sinnvoll.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.