Wann Bluthochdruck zum lebensbedrohlichen Notfall wird
Ein plötzlich in die Höhe schießender Blutdruck ist besorgniserregend, doch nicht jeder hohe Wert erfordert sofort den Notarzt. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen einer Bluthochdruckkrise und einem echten hypertensiven Notfall. Letzterer liegt vor, wenn extrem hohe Blutdruckwerte mit akuten Organschäden einhergehen.
Ein hypertensiver Notfall verdächtigt sich typischerweise bei systolischen Werten von über 180 mmHg und diastolischen Werten von über 120 mmHg, sofern gleichzeitig schwerwiegende Symptome auftreten. Zu diesen Warnzeichen gehören heftige Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel sowie Bewusstseinsstörungen. Auch neurologische Ausfälle wie plötzliche Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite sind kritische Alarmsignale.
In solchen Momenten drohen irreparable Schäden an Herz, Gehirn oder Nieren, wie etwa ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt. Wer diese Symptome bei sich oder anderen bemerkt, sollte keine Zeit verlieren und sofort den Notruf (112) wählen. Ruhe zu bewahren und den Betroffenen mit erhöhtem Oberkörper zu lagern, sind wichtige erste Schritte bis zum Eintreffen der Rettungskräfte.
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