Wann sollte ein Defibrillator nicht eingesetzt werden?

Ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) kann lebensrettend sein – aber nicht in jeder Situation ist sein Einsatz sinnvoll oder sicher. Grundsätzlich analysiert ein AED den Herzrhythmus und entscheidet dann, ob ein elektrischer Schock notwendig ist. Doch es gibt klare Fälle, in denen auf die Nutzung verzichtet werden sollte.

Wenn der Patient nass ist, darf kein AED angewendet werden, bevor die Brust ausreichend abgetrocknet ist. Wasser leitet Strom und könnte die Elektroschocks ungenau oder sogar gefährlich machen – sowohl für den Patienten als auch für die helfende Person. Vor allem bei Notfällen im Freien oder nach einem Sturz ins Wasser ist dies besonders wichtig.

Ein weiterer Punkt: Ein AED darf nicht bei einem Herzinfarkt ohne Herzstillstand verwendet werden. Viele verwechseln Herzinfarkt mit Herzstillstand. Ein Herzinfarkt entsteht durch einen verstopften Herzkranzgefäß, während ein AED nur dann eingreift, wenn das Herz aussetzt – also bei Kammerflimmern oder einer anderen lebensbedrohlichen Rhythmusstörung. Der AED erkennt selbst, ob ein Schock nötig ist, und gibt diesen nur frei, wenn medizinisch angezeigt.

Trotzdem ist schnelles Handeln entscheidend. Bei einem Verdacht auf Herzstillstand sollte sofort der Notruf abgesetzt und die Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Der AED kann dann, sobald er verfügbar ist, sicher und gezielt eingesetzt werden – nachdem der Patient trocken und stabil gelagert ist.

Wichtig ist: Ein AED ersetzt keine medizinische Behandlung, sondern hält das Herz am Leben, bis der Rettungsdienst eintrifft.

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