Was ist eine Sekunde?

Die Sekunde ist die Grundlage unserer Zeitmessung – aber was genau bestimmt, wie lang eine Sekunde dauert? Lange Zeit basierte ihre Dauer auf der Erdrotation. Doch weil diese nicht absolut gleichmäßig ist, musste eine präzisere Methode her.

Heute definiert man eine Sekunde über ein ganz bestimmtes Atom: das Cäsium-133. Genauer gesagt misst man die Frequenz, mit der ein ungestörtes Cäsiumatom zwischen zwei eng benachbarten Energieniveaus im Grundzustand wechselt – dem sogenannten Hyperfeinübergang. Diese Frequenz beträgt exakt 9 192 631 770 Schwingungen pro Sekunde.

Seit 1967 ist die Sekunde also nicht mehr von der Erde abhängig, sondern von den Gesetzen der Quantenphysik. In Atomuhren wird diese Schwingung gemessen – mit einer so unglaublichen Genauigkeit, dass solch eine Uhr erst nach Millionen von Jahren um eine Sekunde abweichen würde.

Warum also ist eine Sekunde eine Sekunde? Weil Wissenschaftler international vereinbart haben, sich auf diesen atomaren Takt zu verlassen. Er sorgt dafür, dass Uhren überall auf der Welt synchron laufen – vom Alltag bis zur Satellitennavigation. So wird aus einem Naturphänomen eine verlässliche Einheit, auf die wir uns alle verlassen können.

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