Was bedeutet eine 100 % Marge?

Der Begriff 100 % Marge wird oft im Zusammenhang mit Handel und Verkauf verwendet – aber was steckt eigentlich dahinter? Ganz einfach: Es geht um den Gewinn, den du machst, wenn du etwas teurer verkaufst, als du es eingekauft hast. Wenn du beispielsweise ein Fahrrad für 150 Euro kaufst und es später für 250 Euro weiterverkaufst, hast du eine Differenz von 100 Euro. Diese 100 Euro sind dein Reingewinn – also die Marge.

Doch Achtung: Eine 100 % Marge bedeutet nicht, dass du den Preis verdoppelt hast – zumindest nicht immer. In der Praxis wird die Marge oft im Verhältnis zum Verkaufspreis berechnet. In unserem Beispiel beträgt die Marge etwa 40 % vom Verkaufspreis (100 € / 250 €). Wer von einer 100 % Marge spricht, meint oft, dass der Einkaufspreis genau halb so hoch ist wie der Verkaufspreis – also der Gewinn 100 % des Einkaufspreises entspricht.

Stell dir vor, du kaufst ein Produkt für 100 Euro und verkaufst es für 200 Euro. Hier ist der Gewinn genauso hoch wie die Anschaffungskosten – das ist dann tatsächlich eine 100 % Marge bezogen auf die Kosten. Solche Kalkulationen sind besonders für Händler, Flohmarktverkäufer oder Startup-Gründer wichtig, um zu wissen, wie viel sie verdienen und ob sich ein Geschäft überhaupt lohnt.

Ein gesundes Preismodell berücksichtigt nicht nur die Marge, sondern auch Nebenkosten wie Transport, Zeit oder Steuern. Wer die Marge versteht, behält den Überblick – und kann schlaue Entscheidungen beim Kaufen und Verkaufen treffen.

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