Was ist das Plusquamperfekt?

Das Plusquamperfekt nennt man auch die „Vorvergangenheit“ – und das hat einen guten Grund. Es beschreibt etwas, das schon geschehen war, bevor etwas anderes in der Vergangenheit eintrat. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht.

Stell dir vor, du erzählst eine Geschichte: „Als ich nach Hause kam, hatte mein Bruder schon gegessen.“ Der Satz hat zwei Teile: „ich kam“ steht im Präteritum und beschreibt das spätere Ereignis. „Hat…gegessen“ steht im Plusquamperfekt – das Essen war also schon vorbei, bevor die Heimkehr eintrat.

Genau dafür brauchst du das Plusquamperfekt: um klarzumachen, welches Ereignis zuerst stattgefunden hat. Es taucht oft in Erzählungen auf, besonders in geschriebenen Texten. In der Umgangssprache verwendest du zwar häufiger das Perfekt, aber in Aufsätzen oder literarischen Texten ist das Plusquamperfekt wichtig.

Die Bildung ist einfach: Du nimmst hatte oder war als Hilfsverb im Präteritum und hängst das Partizip II ans Ende. Beispiel: „Ich hatte geschlafen“, „Sie war gegangen“. Achte darauf, ob das Verb mit haben oder sein verbunden wird – das ändert sich im Plusquamperfekt nicht.

Kurz gesagt: Das Plusquamperfekt hilft dir, Zeitabläufe in der Vergangenheit präzise darzustellen. Wenn etwas besonders früh passiert ist, bevor etwas anderes in der Vergangenheit geschah, ist diese Zeitform genau das Richtige.

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