Wie hoch darf der Kredit sein?

Wenn es um die Aufnahme eines Kredits geht, fragen sich viele: Wie viel darf ich eigentlich leihen? Die Antwort hängt vor allem von der finanziellen Situation des Antragsstellers ab. Eine gängige Faustregel, die von einigen Banken angewendet wird, beruht auf dem monatlichen Nettoeinkommen.

Dabei gilt: Das 110-fache des monatlichen Nettoeinkommens kann als maximale Kredithöhe dienen. Wer also beispielsweise 3.000 Euro netto verdient, könnte unter dieser Regelung theoretisch einen Kredit in Höhe von bis zu 330.000 Euro erhalten. Diese Berechnung ist jedoch nur eine grobe Orientierung – in der Praxis berücksichtigen Banken noch weitere Faktoren wie bestehende Verbindlichkeiten, laufende Ausgaben oder die Art der Sicherheiten.

Wichtig ist, dass diese Regel nicht verbindlich ist. Jede Bank hat ihre eigene Bewertungsmethode und prüft sorgfältig, ob der Kreditnehmer langfristig in der Lage ist, die Raten zu zahlen. Selbst wenn die Berechnung einen hohen Betrag ergibt, entscheidet letztlich die individuelle Bonität über die tatsächliche Kredithöhe.

Ein Beispiel: Bei einem Immobilienkauf spielt auch der Wert der Immobilie eine Rolle – Banken vergeben meist nur einen bestimmten Prozentsatz des Beleihungswerts. Zudem fließen Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer oder Notargebühren in die Kalkulation mit ein.

Wer einen Kredit plant, sollte daher nicht nur auf diese Faustformel setzen, sondern seine gesamte finanzielle Lage überprüfen – idealerweise mit einem Berater besprechen. So vermeidet man, am Ende überfordert zu sein.

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