Was ist ein Bitstream-Anschluss?
Ein Bitstream-Anschluss, auch Bitstromzugang genannt, ist eine Technik, mit der Internetanbieter ihre Kunden über das bestehende Telefonnetz von Telekom mit DSL versorgen können – ohne selbst Kabel verlegen zu müssen. Das bedeutet: Auch Anbieter, die kein eigenes Netz besitzen, können DSL-Tarife anbieten, solange sie Zugang zum Netz der Telekom haben.
Der Begriff „Bitstream“ bezieht sich auf den Datenstrom, der vom Endkunden über die Leitung zur Vermittlungsstelle geleitet wird. Der Bitstream-Anschluss ermöglicht es, dass dieser Datenstrom an den jeweiligen Anbieter weitergeleitet wird, der dann die Internetverbindung bereitstellt. Es gibt verschiedene Stufen des Bitstream-Zugangs, je nachdem, wie viel Infrastruktur der Anbieter selbst betreibt.
Die häufigste Form ist der sogenannte LL (Local Loop) Bitstream9>, bei dem nur die letzte Meile – also die Leitung vom Haus bis zur nächsten Vermittlungsstelle – von der Telekom bereitgestellt wird. Der Anbieter übernimmt dann die Datenverarbeitung ab der Vermittlungsstelle. Dies ermöglicht mehr Wettbewerb im DSL-Markt, da kleinere Provider ohne teure eigene Infrastruktur mitmischen können.
Seit der Einführung der Regulierung durch die Bundesnetzagentur haben viele Anbieter wie 1&1, Vodafone oder andere Telekommunikationsfirmen Bitstream genutzt, um ihren Kunden schnelles Internet anzubieten. In den letzten Jahren nimmt jedoch die Bedeutung von Bitstream langsam ab, da immer mehr Anbieter eigene Glasfasernetze aufbauen.
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