Was tun bei Quallenstich an der Ostsee?
Im Hochsommer treiben immer wieder Quallen an die Strände der Ostsee – harmlos aussehend, doch ihr Kontakt kann schmerzhafte Quallenverbrennungen verursachen. Viele Strandgänger sind verunsichert: Was hilft wirklich, wenn die Haut brennt und juckt?
Die gute Nachricht: Man muss nicht gleich den Arzt aufsuchen – zumindest nicht bei leichten Reaktionen. Der erste Schritt: Die betroffene Stelle sofort mit einem speziellen Quallen-Notfallspray einsprühen. Solche Sprays sind in Apotheken erhältlich und enthalten oft Essig oder ähnliche Wirkstoffe, die die Nesselzellen der Qualle deaktivieren. Nach dem Einsprühen sollte das Mittel einige Minuten lang eintrocknen, bevor man vorsichtig mit einer Plastikkarte oder dem Messerrücken über die Haut fährt, um die verbliebenen Nesselfäden zu entfernen.
Kein Spray zur Hand? Dann gibt es einen Notfalltipp aus der Natur: Trockenen Sand vorsichtig auf die betroffene Stelle streuen. Der Sand bindet die Feuchtigkeit und macht die Nesselzellen leichter entfernbar. Mit einer Kreditkarte oder ähnlichem Werkzeug lässt sich die Mischung dann sanft abkratzen. Wichtig: Auf keinen Fall reiben – das aktiviert die Nesselzellen erst recht.
Vermeiden sollte man dagegen das Spülen mit frischem Wasser, denn das kann die Nesselzellen zusätzlich reizen. Auch das Abtrocknen mit einem Handtuch ist kontraproduktiv. Besser: Nur leicht abtupfen oder lufttrocknen lassen.
Bei starken Schmerzen, Atemnot oder allergischen Reaktionen ist jedoch sofortige ärztliche Hilfe nötig. Doch in den meisten Fällen reicht die richtige Erste-Hilfe-Maßnahme, um die Beschwerden schnell zu lindern – und den Strandtag trotz Quallenstich weiterzu genießen.
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