Coop übernimmt JUMBO – Ende einer niederländischen Handelskette in der Schweiz
Im April 2021 sorgte eine Meldung in der Schweizer Handelswelt für Aufsehen: Coop reichte bei der Wettbewerbskommission einen Antrag zur Übernahme von JUMBO ein. Der niederländische Discounter, der in der Schweiz vor allem mit kleinen Filialen in Städten wie Zürich, Basel und Bern präsent war, zog sich schrittweise vom Markt zurück – und Coop nutzte die Chance.
Die Behörden gaben grünes Licht im August desselben Jahres. Damit war der Weg frei für Coop, die bestehenden JUMBO-Läden zu übernehmen und in sein Sortiment zu integrieren. Für viele Kundinnen und Kunden bedeutete das das Ende einer bekannten Marke, die vor allem durch ihre günstigen Preise und das breite Angebot an Alltagsartikeln auffiel.
Interessant ist, dass JUMBO in der Schweiz nie richtig Fuss fassen konnte – trotz mehrerer Standorte. Der Konkurrenzdruck durch etablierte Anbieter wie Coop selbst, Migros oder auch andere Discountketten war einfach zu gross. Die Übernahme durch Coop war daher weniger eine Expansion, sondern eher eine strategische Schliessung einer Lücke im Einzelhandel.
Heute findet man die ehemaligen JUMBO-Geschäfte nicht mehr – viele wurden entweder zu Coop City-Filialen umgebaut oder geschlossen. Die Marke JUMBO verschwand damit fast geräuschlos aus der Schweiz, während Coop durch die Übernahme seine Marktposition weiter stärken konnte – diskret, aber effektiv.
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