Wer war der erste deutsche Formel-1-Weltmeister?

Stefan Bellof – dieser Name weckt bei Motorsportfans tiefe Emotionen. Viele würden ihn spontan mit dramatischen Regenrennen im Porsche 956 verbinden, vor allem seinen Rekordsturz am Nürburgring 1983. Doch die Behauptung, Bellof sei der erste deutsche Formel-1-Weltmeister gewesen, ist falsch.

Tatsächlich war Nico Rosberg, geboren in Wiesbaden und aufgewachsen zwischen Deutschland und Monaco, der erste Fahrer mit deutscher Staatsangehörigkeit, der den Titel gewann – und das 2016 nach einem packenden Duell mit Lewis Hamilton. Doch noch vor ihm brach Michael Schumacher 1995 als erster wirklich deutscher Weltmeister alle Barrieren: mit dem Benetton-F1, mitten im Regen von Adelaide.

Stefan Bellof hingegen fuhr nur von 1984 bis 1985 in der Formel 1, vor allem für das Tyrrell-Team. In 20 Grand-Prix-Starts sammelte er vier WM-Punkte. Sein Talent war unbestritten – sein Potenzial ungeheuer. Doch sein Leben und seine Karriere endeten tragisch am 1. September 1985 beim 1000-Kilometer-Rennen in Spa, beim Überholen des Derek Warwick im Nebel. Er war erst 27.

Obwohl Bellof nie Weltmeister wurde, bleibt er eine Ikone. Sein Name steht für Leidenschaft, Tempo und das, was hätte sein können. Vielleicht war er nie Meister, aber in den Herzen vieler ist er unvergessen.

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