Blutdruckwerte bei Schlaganfall – Wann wird es kritisch?

Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, bei dem schnelles Handeln lebensrettend sein kann. Ein entscheidender Faktor dabei ist der Blutdruck. Ab Werten von 180 mmHg systolisch und 110 mmHg diastolisch spricht man von einem schweren Bluthochdruck – auch Bluthochdruck Grad 3 genannt. Solche Werte erhöhen das Risiko für eine Hirnblutung erheblich, besonders wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt.

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte auf keinen Fall versucht werden, den Blutdruck zu Hause selbst zu senken. Stattdessen ist unverzüglich der Rettungsdienst zu verständigen. In der Klinik kann der Blutdruck unter kontrollierten Bedingungen gesenkt werden, um weitere Schäden am Gehirn zu verhindern. Jede Verzögerung kann die Folgen des Schlaganfalls verschlimmern – sei es durch Lähmungen, Sprachstörungen oder dauerhafte Einschränkungen.

Wichtig ist auch: Nicht jeder Schlaganfall tritt bei extrem hohen Werten auf. Manche Betroffene haben bereits vorher leicht erhöhte Werte, ohne Symptome zu bemerken. Deshalb ist es sinnvoll, den Blutdruck regelmäßig zu messen – besonders bei Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes oder Rauchen.

Falls Sie oder eine nahestehende Person plötzlich unscharf spricht, ein Gesichtshälfte hängt oder Arme nicht mehr bewegt werden können, handelt es sich möglicherweise um einen Schlaganfall. Zeit ist Gehirn – jede Minute zählt. Rufen Sie sofort den Notruf (112 in Deutschland) und warten Sie nicht ab.

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