Wie lange dauern Schmerzen nach einer Leisten-OP?

Nach einer Leistenoperation hofft jeder Patient auf eine schnelle Genesung – doch bei manchen bleibt der Schmerz länger, als erwartet. Laut einer Auswertung von über 40.000 Fällen spüren immerhin 5,8 Prozent der Patienten noch ein Jahr nach dem Eingriff Schmerzen, selbst im Ruhezustand. Das klingt erstmal wenig, bedeutet aber für die Betroffenen oft erhebliche Beeinträchtigungen im Alltag.

Wird der Körper belastet – etwa beim Sport, Heben oder langem Gehen – steigt die Zahl derer mit Schmerzen deutlich an: 11,7 Prozent leiden dann noch nach zwölf Monaten unter Beschwerden. Solche lang anhaltenden Schmerzen werden als chronischer Leistenschmerz bezeichnet und können verschiedene Ursachen haben: Nervenverletzungen, Vernarbungen oder eine ungünstige Platzierung des OP-Netzes sind mögliche Gründe.

Die gute Nachricht: Die meisten Patienten erholen sich innerhalb weniger Wochen problemlos und schmerzfrei. Doch wer auch nach Monaten Beschwerden hat, sollte nicht abwarten. Eine gezielte Abklärung durch den behandelnden Arzt kann helfen, die Ursache zu finden und gegebenenfalls weitere Therapien einzuleiten – etwa Physiotherapie oder in seltenen Fällen eine Korrektur-OP.

Offene Kommunikation mit dem Chirurgen ist wichtig. Wer weiß, dass Schmerzen nach einer Leisten-OP durchaus vorkommen können, fühlt sich oft schon entlastet – und handelt früher, wenn etwas nicht stimmt.

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