Wie laut ist eigentlich ein Konzert?
Wenn die Lichter ausgehen und die ersten Akkorde ertönen, spürt man es: Die Energie, die Musik, die Stimmung – und natürlich die Lautstärke. Auf einem Rockkonzert im Zuhörerbereich liegt der Schallpegel oft bei etwa 100 dB(A). Das ist so laut wie eine startende Rettungshubschrauber oder eine Presslufthammer aus kurzer Distanz. Über längere Zeit kann das die Ohren schädigen – besonders, wenn man oft an solchen Events ist.
Auch in der Disco ist es nicht leiser: Auf der Tanzfläche misst man durchschnittlich 95 dB(A). Die Bässe dröhnen, der Körper spürt den Beat – eine Erfahrung für alle Sinne. Doch Vorsicht: Schon nach 15 Minuten bei dieser Lautstärke sollte man Pausen einlegen, um das Gehör zu schützen.
Interessant ist auch der Schallpegel im Orchestergraben – etwa bei einer Oper oder einem Musical. Dort spielen Musiker direkt vor der Bühne, und trotzdem liegt der typische Wert bei 90 dB(A). Das zeigt: Auch akustische Musik kann sehr laut sein, besonders für die Musiker selbst, die oft über Stunden hinweg exponiert sind.
Und was ist mit der Guggenmusig im Proberaum? Auch hier erreicht man locker 100 dB(A). In einem engen, halligen Raum ohne Schallabsorption wirkt der Lärm besonders drückend. Viele Musiker unterschätzen das – dabei ist Ohrenschutz auch beim Üben sinnvoll.
Ob Konzert, Disco oder Probenraum: Lärm ist allgegenwärtig. Wer regelmäßig laute Musik erlebt, tut gut daran, seine Ohren zu schützen – mit Stöpseln, Pausen oder etwas Abstand von den Lautsprechern. Denn die Musik soll Freude bereiten – nicht schaden.
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