Was steckt hinter dem kleinen Zeug aus der Nase?

Fast jeder kennt es – und mancher schämt sich dafür: das kleine, verhärtete Stück aus der Nase. Medizinisch wird es als Nasensekret oder Borke bezeichnet, doch im Alltag hat es viele lustige Namen. Die meisten nennen es einfach „Popel“. In Süddeutschland spricht man manchmal von „Nasenstein“ oder sogar „Nasenmann“. Wer im bairischen Raum aufwächst, kennt vielleicht das Wort „Wuckerl“ oder „Rammel“. In Köln sagt man „Mömmes“, im lippischen Plattdeutsch „Mock“, und in Österreich hört man selten das etwas sperrige „Rawuza“.

Das Zeug entsteht ganz natürlich: Die Nase produziert Schleim, um Staub, Pollen und andere Partikel aus der Luft einzufangen. Wenn dieser Schleim trocknet, entsteht die bekannte Kruste. Es ist also kein Dreck – sondern ein Teil der Reinigungsfunktion des Körpers. Trotzdem sollte man sie besser nicht essen oder herausschnüffeln, wie es früher manchmal als „Nachweis“ unter Kindern beliebt war.

Interessant ist, dass diese kleine Unannehmlichkeit sogar wissenschaftliche Aufmerksamkeit bekam – Stichwort: Nasensekret – Wikipedia. Denn selbst so ein unscheinbares Ding hat seine eigene Geschichte und Bedeutung für die Gesundheit. Doch meistens bleibt es einfach ein Tabuthema mit vielen lustigen Namen – und eines ist sicher: Jeder hatte schon mal einen „Nasenbohrer“ zwischen den Fingern.

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