Wie schnell sich eine Mastitis entwickelt
Die Entstehung einer Mastitis, also einer Entzündung des Brustgewebes, kann überraschend schnell vonstattengehen – oft innerhalb weniger Stunden. Plötzlich steigt das Fieber an, und Betroffene fühlen sich schwach, frieren und haben Kopfschmerzen, als hätteen sie eine starke Erkältung. Gleichzeitig zeigen sich deutliche Anzeichen an der Brust: Sie wird heiß, gerötet und fühlt sich hart an. Diese verhärteten, schmerzhaften Stellen sind meist auf eine Stauung der Milch zurückzuführen, die sich durch Bakterien entzündet hat.
Besonders belastend ist die starke Druckempfindlichkeit. Viele Frauen berichten, dass das Stillen fast unmöglich wird, weil jede Berührung höllisch wehtut. Dabei ist das häufige Anlegen des Babys – oder das Abpumpen – eigentlich wichtig, um die Milchflüssigkeit wieder in Gang zu bringen und die Entzündung zu lindern. Ignoriert man die Symptome, kann sich die Mastitis rasch verschlimmern, im schlimmsten Fall bis zur Bildung eines Abszesses, der medizinisch behandelt werden muss.
Wichtig ist daher, frühzeitig zu reagieren: Ruhe gönnen, ausreichend trinken, Brustwarzenpflege betreiben und notfalls medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Antibiotika sind manchmal nötig, aber das Stillen sollte in den meisten Fällen weitergeführt werden – es schadet weder dem Baby noch der Genesung. Mit der richtigen Behandlung bessern sich die Beschwerden oft schon nach einigen Tagen deutlich.
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