CRP-Wert bei Lungenentzündung: Wann ist er erhöht?

Bei einer Lungenentzündung ist der CRP-Wert (C-reaktives Protein) in der Regel deutlich erhöht. CRP ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet wird und als Marker für Entzündungen im Körper dient. Ein Wert über 100 mg/l im Blutserum deutet oft auf eine schwere bakterielle Infektion hin – und dazu zählt auch eine bakteriell verursachte Lungenentzündung.

Normalerweise liegt der CRP-Wert bei gesunden Menschen unter 5 mg/l. Steigt er auf über 50 mg/l, spricht das bereits für eine stärkere Entzündung. Liegt er bei über 100 mg/l, ist das ein deutliches Warnsignal. Neben der Lungenentzündung können solch hohe Werte aber auch bei anderen schweren Infektionen wie einer Blutvergiftung (Sepsis) oder einer Hirnhautentzündung auftreten. Auch chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn oder rheumatoide Arthritis können zu stark erhöhten CRP-Werten führen.

Wichtig ist jedoch: Der CRP-Wert allein reicht nicht aus, um eine Lungenentzündung sicher zu diagnostizieren. Er wird immer im Zusammenhang mit anderen Befunden gedeutet – wie Fieber, Husten, Röntgenbild der Lunge und klinischer Untersuchung. Bei Verdacht auf Lungenentzündung prüft der Arzt daher mehrere Parameter, um die richtige Therapie einzuleiten – oft mit Antibiotika, wenn eine bakterielle Ursache wahrscheinlich ist.

Zusammenfassend: Ein CRP-Wert über 100 mg/l kann ein Hinweis auf eine schwere Lungenentzündung sein, aber nicht mehr – nur die Gesamteinschätzung durch den Arzt liefert Klarheit.

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