Wie laut ist eigentlich ein Rockkonzert?
Wer schon mal ein Rockkonzert von innen erlebt hat, weiß: Die Energie ist enorm, die Stimmung elektrisierend – und die Lautstärke beeindruckend. Tatsächlich erreichen Schalldruckpegel bei solchen Veranstaltungen Werte zwischen 90 und 105 dB(A) im Zuhörerbereich. Das entspricht ungefähr dem Lärm eines Presslufthammers oder einem startenden Jet in etwas größerer Entfernung.
Warum diese Werte? Bei Rock- und erst recht bei Metal-Konzerten spielen Verstärker, Drums und große Beschallungsanlagen auf höchster Stufe. Der Sound soll mitten ins Ohr – und ins Herz. Doch was fürs Adrenalin gut ist, kann langfristig schädlich werden. Bereits ab 85 dB über einen längeren Zeitraum kann es zu Hörschäden kommen. Bei 105 dB sind bereits nach 15 Minuten Schutz erforderlich, um das Gehör zu schonen.
Kein Wunder, dass viele Konzertbesucher inzwischen Ohrstöpsel tragen – nicht, um den Spaß zu dämpfen, sondern um ihn länger genießen zu können. Auch Veranstalter und Musiker achten heute stärker auf Lärmschutz, besonders hinter der Bühne und für das Personal am Arbeitsplatz. Denn laute Musik gehört zum Rockleben – bleibende Schäden nicht unbedingt.
Ein Besuch bei einem Rockkonzert ist also nicht nur ein kulturelles Erlebnis, sondern auch eine Situation, in der man achtsam mit den eigenen Ohren umgehen sollte. Der Sound ist geil – aber Respekt vor der Lautstärke macht schlauer.
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