Wie viel Vermögen hat man mit 30?

Die Frage nach dem optimalen Kontostand beschäftigt viele Menschen um die Dreißig. Oft kursieren in Ratgebern ehrgeizige Richtwerte, die besagen, dass man zu diesem Zeitpunkt bereits ein volles Jahresgehalt oder Beträge von über 45.000 Euro auf der hohen Kante haben sollte. Die Realität in Deutschland sieht jedoch meist anders aus. Daten zeigen, dass das tatsächliche Durchschnittsvermögen in dieser Altersklasse eher bei rund 17.800 Euro liegt.

Dass die Summe mit 30 Jahren oft noch überschaubar ist, hat logische Gründe. Viele Menschen stecken in dieser Lebensphase erst seit wenigen Jahren voll im Berufsleben. Zuvor haben Ausbildung, Studium oder der Berufseinstieg kaum Spielraum für große Sprünge gelassen. Gleichzeitig steigen in den Dreißigern die Lebenshaltungskosten: Erste eigene Wohnungen, Familiengründungen oder größere Anschaffungen verschlingen oft das mühsam Ersparte.

Dennoch gilt diese Phase als finanzieller Wendepunkt. Experten betonen, dass nun die Weichen für die Zukunft gestellt werden. So empfehlen Finanzinstitute wie die Bausparkasse Schwäbisch Hall, das Vermögen in den folgenden Jahren konsequent auszubauen. Als langfristige Orientierung wird oft genannt, bis zum 40. Lebensjahr etwa das Dreifache des ursprünglichen Richtwerts – sprich rund 135.000 Euro – anzusparen.

Um solche Ziele zu erreichen, kommt es vor allem auf zwei Faktoren an: Ein solides Karrieremanagement zur Steigerung des Einkommens und der frühe Einstieg in den Vermögensaufbau. Wer frühzeitig anfängt, monatlich feste Beträge beiseitezulegen – sei es auf einem Tagesgeldkonto oder durch breit gestreute ETFs –, profitiert langfristig vom Zinseszinseffekt. Am Ende ist der

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