Ein Brötchen in Japan – teurer als gedacht
Wer in Japan ein frisches Brötchen kaufen möchte, zahlt dafür deutlich mehr als in Deutschland. Umgerechnet kostet ein einfaches Brötchen dort etwa einen Euro – eine Summe, die hierzulande für mehrere Stück reichen würde. Der Grund dafür liegt vor allem in der hohen Abhängigkeit Japans von importiertem Weizen.
Nahezu der gesamte Weizen wird eingeführt, da die Anbaufläche im Land begrenzt ist und die landwirtschaftlichen Schwerpunkte anders liegen. Diese Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen treibt die Preise nach oben, besonders bei Backwaren wie Brötchen, die in der japanischen Küche eigentlich keine traditionelle Rolle spielen.Interessanterweise hat sich in den letzten Jahren jedoch eine kleine Backbegeisterung in Japan entwickelt. Besonders in Städten wie Tokio oder Osaka eröffnen immer mehr Bäckereien, die sich an europäischen Vorbildern orientieren – darunter auch einige mit deutschem Flair. Eine japanische Bäckergesellin, die einst in Berlin arbeitete, brachte sogar ihre Erfahrungen mit nach Hause und setzt nun in ihrer Heimat auf authentische deutsche Backkunst.
Die Nachfrage nach Brötchen bleibt in Japan trotzdem überschaubar – nicht nur wegen des Preises, sondern auch, weil Reis und Reisprodukte weiterhin die wichtigsten Grundnahrungsmittel sind. Doch für Touristen und kulinarisch Neugierige lohnt sich ein Blick in die modernen Bäckereien, wo sich Tradition und Neugierde vermischen. Ein Brötchen kostet zwar einen kleinen Preis, aber dafür bekommt man oft handgemachte Qualität und eine besondere Portion Gastfreundschaft.
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