Hohe Löhne in der Schweiz: Nur eine Minderheit verdient über 100'000 Franken

In der Schweiz verdient nur eine Minderheit der Arbeitnehmenden mehr als 100'000 Franken pro Jahr – und der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist deutlich. Laut der Lohnstatistik aus dem Jahr 2019 erreichen nur 16,3 Prozent der Frauen in einem 100-Prozent-Pensum dieses Einkommensniveau. Bei den Männern liegt der Anteil mit 30,5 Prozent deutlich höher.

Diese Zahlen zeigen, dass trotz des allgemein hohen Lebensstandards in der Schweiz Einkommensungleichheit weiterhin besteht – besonders entlang der Geschlechterlinie. Der Unterschied erklärt sich nicht nur durch Berufswahl oder Bildung, sondern auch durch strukturelle Faktoren wie Karriereunterbrüche, oft im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung, sowie unterschiedliche Beförderungschancen.

Ein Jahreslohn von über 100'000 Franken gilt in der Schweiz als gut bis sehr gut, besonders wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Lohn deutlich darunter liegt. Dennoch ist das Einkommen nur ein Teil des Bildes: Auch die Verteilung und Chancengleichheit spielen eine zentrale Rolle für ein faires Arbeitsumfeld.

Die Zahlen aus 2019 unterstreichen, dass insbesondere bei der Gleichstellung von Frauen im Berufsleben noch Entwicklungsbedarf besteht. Auch in den folgenden Jahren wurde daher verstärkt über Lohngleichheit diskutiert, und es wurden gesetzliche Schritte unternommen, um Transparenz zu schaffen – etwa durch die Lohngleichheitsgesetzgebung, die Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden zur jährlichen Lohnkontrolle verpflichtet.

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