Die sechs Zeitformen im Deutschen

Im Deutschen gibt es insgesamt sechs Zeitformen, die das Geschehen in unterschiedlichen Zeitabschnitten ausdrücken. Diese helfen, klar zu machen, wann etwas passiert ist, geschieht oder geschehen wird.

Die erste und am häufigsten verwendete Zeitform ist das Präsens – sie beschreibt Gegenwärtiges, zum Beispiel: „Ich gehe zur Schule.“ Dann folgt das Präteritum, auch Vergangenheit genannt, oft in Geschichten oder Berichten gebraucht: „Er las das Buch.“

Im Alltag spricht man jedoch meist über die Vergangenheit im Perfekt: „Ich habe gegessen.“ Noch weiter zurück liegt das Plusquamperfekt, das eine abgeschlossene Handlung vor einem anderen vergangenen Ereignis beschreibt: „Er hatte den Brief gelesen, bevor er antwortete.“

Die Zukunft wird mit dem Futur I ausgedrückt: „Ich werde reisen.“ Diese Form ist im gesprochenen Deutsch zwar seltener, aber durchaus üblich, besonders wenn man Absichten oder Vermutungen äußert. Das Futur II hingegen bezieht sich auf die Zukunft aus der Sicht der Vergangenheit oder beschreibt etwas, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt abgeschlossen sein wird: „Bis morgen wird er die Arbeit geschafft haben.“

Obwohl diese sechs Zeitformen im Prinzip alle Möglichkeiten abdecken, nutzt man im Alltag vor allem Präsens, Perfekt und Futur I. Die anderen erscheinen eher in der Schriftsprache oder in literarischen Texten. Ein gutes Verständnis der Zeitformen macht das Sprechen und Verstehen des Deutschen aber viel sicherer – besonders für Lernende.

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